PlayJonny Casino – GGL verschärft Affiliate-Kontrollen
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zeigt 2025, dass sie es ernst meint. Wer gedacht hatte, die auf Basis des Glücksspielstaatsvertrags 2021 geschaffene Bundesbehörde würde dauerhaft ein zahnloser Tiger bleiben, sieht sich eines Besseren belehrt. Gegen Affiliate-Vermarkter und Mediaplattformen, die für nicht lizenzierte Glücksspielangebote geworben haben, wurden Unterlassungsverfügungen erlassen und Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängt. Im Kern geht es dabei um GGL Vollzugsmaßnahmen, die den deutschen Online-Casino-Markt 2025 grundlegend verändern. Das ist keine abstrakte Regulierungsmaßnahme mehr. Das trifft echte Unternehmen, echte Redaktionen und echte Menschen.
Wenn Zahlungsanbieter plötzlich zum Problem werden
Parallel dazu hat die GGL mehr als 30 Zahlungssperren gegen unlizenzierte Anbieter durchgesetzt. Das sogenannte Payment Blocking gegen illegales Glücksspiel funktioniert dabei über direkte Anordnungen an Zahlungsdienstleister, Transaktionen zu bestimmten Empfängern zu unterbinden. Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt hat diese Sperren als rechtmäßig bestätigt, was die Behörde in einer deutlich stärkeren Position belässt als noch vor zwei Jahren. Für Spieler, die bislang bei grauen oder schwarzen Anbietern aktiv waren, ist das ein deutliches Signal. Für Zahlungsdienstleister ist es eine direkte Haftungsfrage, die inzwischen auch das Verwaltungsgericht Halle in mehreren Verfahren thematisiert hat.
Ich habe in den vergangenen Wochen mehrere Betroffene gesprochen, darunter einen Betreiber eines Vergleichsportals aus Nordrhein-Westfalen, der anonym bleiben wollte. Er beschrieb die Situation so: "Wir haben Affiliate-Links gesetzt, wie Hunderte andere auch. Dann kam die Abmahnung." Was ihn besonders überraschte, war die Geschwindigkeit. Die GGL agiert seit Anfang 2025 deutlich entschlossener als in den Vorjahren, und die Netzsperren im Glücksspielrecht werden inzwischen technisch so schnell durchgesetzt, dass viele Betreiber kaum Zeit hatten zu reagieren.
Affiliates in der Grauzone, Spieler mit wachsenden Klagemöglichkeiten
Der Druck auf Affiliates ist das eine. Das andere ist eine Entwicklung, die in deutschen Gerichten seit Monaten an Fahrt gewinnt. Immer mehr Spieler klagen gegen unlizenzierte Anbieter auf Rückerstattung ihrer Verluste. Die Rechtsgrundlage dafür ist nicht neu, aber die Bereitschaft der Spieler, tatsächlich zu klagen, hat zugenommen. Eine einheitliche Rechtsprechung gibt es bislang nicht. Manche Gerichte urteilen zugunsten der Kläger, andere weisen die Klage ab. Diese Uneinheitlichkeit schafft Unsicherheit auf allen Seiten.
Was das für Affiliates bedeutet, liegt auf der Hand. Wer für einen nicht lizenzierten Anbieter wirbt und dabei mittelbar dazu beiträgt, dass Spieler dort Geld verlieren, könnte in Zukunft ebenfalls ins Visier geraten. Ob zivilrechtlich oder aufsichtsrechtlich, die Fragen nach Mitverantwortung werden in Kanzleien gerade intensiv diskutiert. Besonders heikel ist die Lage für Betreiber, die sich auf eine Curaçao-Lizenz ohne deutsche GGL-Erlaubnis berufen. Das Curaçao Gaming Control Board mag im internationalen Kontext bekannt sein, schützt aber im deutschen Rechtsraum weder Anbieter noch deren Werbepartner vor Bußgeldern nach dem GlüStV 2021.
Wer darf noch werben, und für wen?
Die Logik des GGL-Vorgehens ist im Kern einfach: Wer ohne Lizenz betreibt, soll keine Spieler mehr erreichen. Wer dabei hilft, Spieler zu nicht lizenzierten Anbietern zu leiten, macht sich mitschuldig. Das klingt abstrakt, ist aber sehr konkret gemeint. Paragraph 5 Absatz 7 des GlüStV 2021 verbietet Werbung für illegales Online-Glücksspiel ausdrücklich, und die GGL nutzt dieses Online-Casino-Werbeverbot inzwischen aktiv als Grundlage für Zwangsgeldverfahren gegen Influencer und Affiliate-Netzwerke. Influencer, die Promo-Codes bewerben, ohne zu prüfen, ob der beworbene Anbieter eine gültige GGL-Lizenz trägt, riskieren empfindliche Strafen. Redaktionen, die Testberichte mit Affiliate-Links zu unlizenzierten Seiten veröffentlicht haben, erhalten Abmahnungen.
Für Spieler ist das eine gute Nachricht, auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Die GGL versucht, einen Markt zu ordnen, der jahrelang vom Wildwuchs geprägt war. Wer sich heute fragt, wo man in Deutschland legal spielen kann, sollte gezielt nach Anbietern suchen, die in der GGL-Whitelist lizenzierter Online-Casinos geführt werden. Diese Anbieter müssen technische Auflagen erfüllen, darunter die Anbindung an die OASIS-Sperrdatei, die Einbindung in das LUGAS-System zur Einsatzkontrolle sowie die Einhaltung eines Einzahlungslimits von 1.000 Euro pro Monat. Ein Beispiel für einen solchen lizenzierten Betreiber, dessen Affiliate-Partner sich an die deutschen Werberegeln halten müssen, ist PlayJonny Casino. Genau auf solche Anbieter zielt die Regulierung ab: nicht um sie zu bestrafen, sondern um sie als seriöse Alternative zu positionieren.
Das Problem ist, dass viele Spieler diesen Unterschied noch nicht wahrnehmen. Die Werbung für unlizenzierte Angebote war schlicht omnipräsenter, aggressiver und oft besser gemacht als das, was lizenzierte Anbieter dürfen. Plattformen wie Meta, Google und TikTok haben dabei lange als Vehikel für illegale Werbebotschaften gedient, was die GGL-Kooperation mit digitalen Plattformen inzwischen zu einem eigenen Arbeitsfeld macht. Wer keine Werberegeln beachten muss, hat mehr Spielraum. Das ändert sich gerade.
2025 als Wendepunkt
Ob die GGL tatsächlich den Schwarzmarkt eindämmen kann, bleibt die eigentliche Frage. Die Behörde hat Instrumente, die sich als wirksam erweisen. Zahlungssperren funktionieren. Bußgelder gegen Verwaltungsgerichte-geprüfte Verstöße erzeugen Druck. Aber das Netz ist groß, und neue Domains entstehen schneller, als Behörden reagieren können. Anbieter wie Terdersoft B.V., die ohne deutsche Konzession operierten, zeigen, wie flexibel der Offshore-Markt auf Vollzugsdruck reagiert. Spieleentwickler wie Evolution Gaming und Pragmatic Play hingegen setzen zunehmend auf die Zusammenarbeit mit regulierten Märkten, was den lizenzierten deutschen Markt langfristig attraktiver macht.
Was sich jedoch bereits verändert hat, ist das Bewusstsein im Markt. Affiliates, Zahlungsanbieter und Mediaplattformen können sich nicht mehr darauf verlassen, dass die Aufsicht wegschaut. Die GGL-Vollzugspraxis im deutschen Online-Casino-Markt 2025 ist kein Papiertiger mehr. Die Frage, die sich stellt, ist ob die Branche jetzt auf echte Glücksspielstaatsvertrag-2021-Affiliate-Compliance setzt oder ob sie weiter auf Verzögerung spielt, bis das nächste Bußgeld kommt.